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14.3.4.4.4.2 Passivapositionen

A.I. Gezeichnetes Kapital

Gezeichnetes Kapital … bzw. Grund-, Stamm-, Nominalkapital ist das im Handelsregister eingetragene Kapital, auf das die Haftung der Aktionäre/Gesellschafter beschränkt ist (bei der GmbH: 25.000 €, bei der AG: 50.000 €).

A.II. Kapitalrücklagen

Kapitalrücklagen … umfassen das dem Unternehmen neben dem Nominalkapital von außen zugeführte Eigenkapital. Kapitalrücklagen entstehen insbesondere durch das Aufgeld (Agio) bei der Ausgabe von Stammanteilen über den Nennwert und durch den Verkauf von Optionsrechten an Anteilen.

A.III. Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen … werden durch Einbehaltung eines Teils des bereits versteuerten (25 % Körperschaftssteuer) Jahresüberschusses gebildet.

A.III.1. Gesetzliche Rücklagen

Gesetzliche Rücklagen … dienen insbesondere der Deckung möglicher zukünftiger Verluste. Bei der AG sind gem. § 150 II AktG so lange 5 % des Jahresüberschusses in die gesetzlichen Rücklagen einzustellen, bis diese zusammen mit den Kapitalrücklagen 10 % des Grundkapitals erreichen.

A.III.2. Rücklagen für eigene Aktien

Rücklagen für eigene Aktien … stellen eine gleich große Gegenposition zu auf der Aktivseite der Bilanz unter Wertpapieren des Umlaufvermögens auszuweisenden eigenen Anteilen dar. Die Rücklagen sollen verhindern, dass der Gegenwert eigener Anteile an die Anteilseigner ausgeschüttet wird.

A.III.3. Satzungsmäßige Rücklagen

Satzungsmäßige Rücklagen … werden aufgrund von in der Satzung/im Gesellschaftervertrag getroffenen Vereinbarungen gebildet.

A.III.4. Andere Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen … bzw. freie Rücklagen dienen insbesondere der Erhöhung der Eigenkapitalbasis des Unternehmens. Sie können für beliebige Zwecke eingesetzt werden, z.B. zur Finanzierung von Investitionen. Bei Aktiengesellschaften können bis zu 50 % des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

A.VI. Anteile anderer Gesellschafter

Bei der Konsolidierung von Konzernen auftretender Posten, der die Anteile anderer Gesellschafter an Tochtergesellschaften des Konzerns ausweist.

A.VII Sonderposten mit Rücklageanteil

Sonderposten mit Rücklageanteil… umfasst zum einen Rücklagen aus noch nicht versteuerten Gewinnen, die in einigen vom Steuergesetzgeber ausdrücklich vorgesehenen Fällen gebildet werden dürfen und erst bei ihrer Auflösung zu versteuern sind, z.B. Rücklagen für Ersatzbeschaffungen, Rücklagen aus Veräußerungsgewinnen bestimmter Güter, und zum anderen steuerliche Sonderabschreibungen, die gleichmäßig über die Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögensgegenstandes aufzulösen sind.

SchaeferKunzJ, 21.02.2005, Seite 1185
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