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17.4.7 Free Cash Flow

Freie Cash Flows

Die Freien Cash Flows sind für den Anteilseigner wichtig und auch zur Durchsetzung langfristiger Strategien und zur Verbesserung der Wettbe­werbsposition des Unternehmens. Der Freie Cash Flow ist die zentrale Steuerungsgröße im wertorientierten Controlling. (Schröder, E., Kennzah­len des Wertorientierten Controlling zur Steuerung von Geschäften, in Zeitschrift: Controller Magazin 2/98, S. 81)

Verwendung

Ein Unternehmen muss grundsätzlich eine Bewertungsmethode entwi­ckeln, welche die Veränderungen des Unternehmerischen Handelns, durchsichtig und Entscheidungen quantitativ wie qualitativ beurteilbar macht. Dazu dient der freie Cash Flow als Kennzahl. Der Cash Flow ist eine Kennzahl die strategische Dimensionen im Bezug auf Investitionspoli­tik, Ergiebigkeit von Nutzenpotentialen aussage macht und die strategi­sche Position des Unternehmens Hinweise gibt. Diese Kennzahl stellt das Wertpotential des Unternehmens dar. (Vgl. Rüdiger Loitz, Konzeption und Einsatz des Shareholder Value Ansatzes für die Bewertung und Steuerung von Unternehmen, in Zeitschrift Betrieb und Wirtschaft Heft 17/2000, S.704)

Abzinsung der freien Cash Flows

Die Abzinsung sagt aus, dass ein € morgen an wert verliert, und man sie gewinnbringend hätte anlegen können. Die Problematik besteht nun, mit welchem Zinssatz die Cash Flows abgezinst werden müssen. Die Kapital­kosten sind der Kostenteil der im Ansatz des Shareholder Value dem Zins­satz entsprechen. (Vgl. Rüdiger Loitz, Konzeption und Einsatz des Share­holder Value Ansatzes für die Bewertung und Steuerung von Unterneh­men, in Zeitschrift Betrieb und Wirtschaft Heft 17/2000, S.704)

Wertgeneratoren

Rappaport empfiehlt zur Prognose des Free Cash Flows innerhalb des Planungszeitraums Wertgeneratoren wie z. B.

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
Abschreibungen
langfristige Rückstellungen (z. B. Pensionsrückstellungen)

(Vgl. Horváth & Partner: Das Controlling-Konzept, 4.Auflage, München 2000, S.212)

Berechnung: Free Cash Flow (indirekte Methode)

 

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern

(Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag)

+

Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Anlagevermögen

+

Nettozuführungen zu langfristigen Rückstellungen

=

Cash Flow vor Zinsen oder Steuern (Brutto-Cash-Flow)

-

Steuerzahlungen

-

Erhöhungen des langfristigen Umlaufvermögens

=

Freier Cash Flow

(Vollmuth J: Führunsinstument Controlling, 6. Auflage, Augsburg 2001, S.204-206)

Berechnung: Free Cash Flow (direkte Methode)

Die direkte Ermittlung des Cash Flows erfolgt indem man von den zah­lungswirksamen Einnahmen die zahlungswirksamen Ausgaben in einer Geschäftsperiode subtrahiert. (Vgl. Ziegenbein: Controlling 6. Auflage, Kiehl 1998, S. 296)

Definition Pensionsrückstellungen

»Pensionsrückstellung ist eine Rückstellung für betriebliche Pensionsver­pflichtungen in der Bilanz eines Unternehmens. Pensionsrückstellungen sind langfristige Verbindlichkeiten und wirken gewinnmindernd.« (Ritters­hofer W., Beck Wirtschaftslexikon, 1. Auflage, München 2000, S. 716)

Gründe für die indirekte Methode

In der Praxis hat sich die indirekte Methode durchgesetzt. (Vgl. Ziegenbein Controlling, 6. Auflage, Kiehl 1998, S. 296)

DaveriogluO, 25.02.2005, Seite 2049
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