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16.5.3.2 Principal-Agent-Problematik

Definition

Die Konzernorganisation ist in der Verhaltenssteuerung durch Interessensdivergenzen und Informationsasymmetrien zwischen Konzernführung (Principal) und Beteiligungsführung (Agent) gekennzeichnet. Diese führen zu Anreiz- und Kontrollproblemen. In der nachfolgenden Tabelle sind diese Principal-Agent-Probleme in verschiedene Typen von Informationsasymmetrien unterteilt:


 Hidden Character­istics Hidden Intention Hidden Information Hidden Action 
Zeitpunkt vor Vertrags- abschluss vor Vertrags­abschluss nach Vertrags­abschluss nach Vertrags­abschluss 
Ursache verborgene Eigenschaften der Beteiligungs- führung verborgene Absichten der Beteiligungs­führung  nicht beobachtbarer Informations­stand der Beteiligungs­führung nicht beobachtbare Aktivitäten der Beteiligungs­führung 
Problem Eingehen der Vertrags- beziehung Durchsetzung impliziter Ansprüche Ergebnis­beurteilung Leistungs­beurteilung 
Gefahr Auswahl unerwünschter Vertrags- partner Festhalten an der Vertrags­beziehung opportunis­tisches Verhalten der Beteiligungs­führung Hintergehen der Konzern­führung durch die Beteiligungs­führung 
Lösungs­ansätze Signalling, Screening, Self Selection Reputation, Signalling Anreiz­systeme, Kontroll­systeme, Self Selection Anreiz­systeme, Kontroll­systeme 

(Vgl. Schmidbauer, R.: Konzeption eines unternehmens­wertorientierten Beteiligungs-Controlling im Konzern, Frankfurt am Main 1998, S. 296 – 299)

FuresT, 23.02.2005, Seite 2077
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