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19.3.1.3.4 Operatives Controlling

1. Ergebniscontrolling

Das Ergebniscontrolling ist schwer einzuordnen, da es zum einen an der Entwicklung der Leistungsfähigkeit beteiligt ist und somit dem strategischen Controlling zugehörig ist. Zum anderen wirkt es aber an unternehmerischen Aktivitäten mit, so dass es auch operativ aktiv ist. Letztendlich kann man es als Schnittstelle zwischen beiden Bereichen sehen. Es sammelt die Ergebnisse aller Controllingteilbereiche.

 

Instrumente des Ergebniscontrollers sind:

Kosten- und Leistungsrechnung (Direkte-Produkt-Rentabilität, Absatzsegmentrechnung, Prozesskostenrechnung)
Budgetierung (Percentage of Sales-Methode, Objectives and Tasks-Methode, Competitive Parity-Methode, All you can afford-Methode)
Kennzahlenanalyse

2. Marekting- und Vertriebscontrolling

Um die Maßnahmen des Marketing- und Vertriebsbereichs zu überwachen und zu planen sind im wesentlichen dieselben Instrumente notwendig:

Kosten- und Leistungsrechnung
Budgetierung
Kennzahlenanalyse

3. Bestandscontrolling

Zusammensetzung des Lagers
zeitliche Abfolge von Zu- und Abgängen
Kostenkontrolle der Lagerhaltung

 

Folgende Instrumente stehen zur Verfügung:

optimale Bestellmenge
Kennzahlen
Lagerkostenrechnung

4. Logistik-Controlling

Zentrales Ziel des Logistik-Controllings ist die Minimierung der Logistikkosten. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen:

Kennzahlen
Logistikkosten- und -leistungsrechnung (u.a. Kalkulation von Prozesskostensätzen z.B. für make-or-buy-Entscheidungen im inner- und zwischenbetrieblichen Logistikbereich)

(Vgl. Weber, J.: Zitation, URL: wiwi.uni-giessen.de/dl/showfile/bwl4/4056/logistik.ppt, Stand: 03.07.2003, Druckdatum: 01.04.2004; Steinmüller, P.H., Erbslöh, D., Heyd, R.: Die neue Schule des Controllers, Band 3, Stuttgart 2000, S. 141)

5. Personal-Controlling

Dem Personal-Controlling in Handelsunternehmen wird eine immer bedeutendere Rolle zugesprochen. Gerade im Handel gilt für eine hohe Kundenzufriedenheit eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit als Voraussetzung. Somit ist eine fortwährende Mitarbeiterausbildung unerlässlich. Als weiteres zentrales Ziel gilt die Optimierung der Personaleinsatzpläne. Damit die Kosten dabei nicht außer Kontrolle geraten und ständig überwacht werden können, stehen dem operativen Controlling folgende Instrumente zur Verfügung:

Budgetierungen für Personalkosten
Personalwirtschaftliche Kennzahlen
Personalkostenrechnung

6. Kosten-Controlling

In den meisten Fällen ist das Kosten-Controlling kein eigenständiger Bereich, sondern Teil des Ergebniscontrollings. Innerhalb davon ist es für die Gesamtkostenoptimierung des Handelsunternehmens zuständig.

7. Investitions-Controlling

Das Investitions-Controlling in Handelsunternehmen unterscheidet sich kaum vom Investitions-Controlling in anderen Wirtschaftszweigen. Nur die Bedeutung der Instrumente ist unterschiedlich zu betrachten.

Unsicherheiten sind im Handel stärker zu berücksichtigen. Deswegen zählen z.B. das Prognoseverfahren und Projektionen zu den wichtigsten Instrumenten.

(Vgl. Steinmüller, P.H., Erbslöh, D., Heyd, R.: Die neue Schule des Controllers, Band 3, Stuttgart 2000, S. 144 f.)

LewinskyM, 23.02.2005, Seite 2206
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