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15.4.1.7 Quantitative Kostenvergleichsrechnung

Prozesskostenrechnung

Durch die Prozesskostenrechnung soll der Anwendungsbereich von MoB-Entscheidungen auf die Leistungen der indirekten Bereiche erweitert werden. Die Prozesskostensätze ermöglichen einen Vergleich zwischen den Angeboten externer Dienstleistungsunternehmen und den Kosten der eigenen indirekten Leistungsbereiche. Wird eine MoB-Entscheidung ausschließlich auf Prozesskosten gestützt, können die aus strategischer Sicht entscheidungsrelevanten Folgewirkungen eines Wechsels (Kosten der organisatorischen Umstrukturierung, informatorische Koordination der Beziehung zum Zulieferer, Abfindungen) nicht berücksichtigt werden.

Wenn die Summe aus Beschaffungskosten und externen Transaktionskosten kleiner ist als die Summe aus Produktionskosten und internen Transaktionskosten, wird das Produkt fremdbezogen. (Vgl. Ossadnik, Controlling, 3. Auflage, Oldenbourg Verlag, Seite 132 u. 139)


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Transaktionskosten

Transaktionskosten sind nur schwer bestimmbar, da sie oftmals nicht in numerischen Werten erfasst werden können (Opportunitätskosten). In Vahlens großem Logistik Lexikon werden sie als «Kosten, die bei der Bestimmung, Übertragung und Durchführung von Verfügungsrechten »...« für einen bestimmten Leistungsaustausch anfallen» definiert (Bloech,J.; Ihde,G.: Vahlens großes Logistik Lexikon, München 1997, Seite 1982ff).

Zur genaueren Bestimmung können die Transaktionskosten in Phasen eingeteilt werden:

Anbahnungskosten (Informationsbeschaffung)
Vereinbarungskosten (Vertragsverhandlungen und –festlegung)
Kontrollkosten (Qualitäts-, Mengen-, Terminüberwachung)
Anpassungskosten (Nachbearbeitungskosten)
Beendigungskosten (Kosten bei Vertragsaufhebung)

Da sie nur schwer einem Kostenträger zugerechnet werden können, werden sie in traditionellen Kostenrechnungssystemen den Gemeinkosten zugerechnet.

(Vgl. Bloech,J.; Ihde,G.: Vahlens großes Logistik Lexikon, München 1997, Seite 1982ff und Schäfer-Kunz, J., Tewald, C. Make-or-buy Entscheidung in der Logistik)

 

Nutzschwellenanalyse

Die Nutzschwelle eines produzierten Wirtschaftsgutes, auch Break-even-Point genannt, wird dadurch definiert, dass die gesamten Erlöse gerade noch die gesamten Kosten abdecken. Das heißt ab diesem Punkt wirft das Produkt Gewinn ab. Somit wird in Abhängigkeit zur ausgebrachten Produktionsmenge eine Relation zwischen den Kosten und der Leistung hergestellt. (Vgl. Jaspersen, T.: Controlling, 3. Auflage, München 1999 und Jung, H.: Controlling, München 2003)

StotzS, 23.02.2005, Seite 2320
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